Wahrscheinlich 1680 wurde in der Dresdner Heide an der Strasse nach Stolpen ein festes Haus, die spätere Lohschänke erbaut. 1733 wurde sie zum Gasthof mit Ausspanne ausgebaut und erhielt den Namen „Weißer Adler“. Der Name steht eventuell in Verbindung mit dem polnischen Wappen. August der Starke, König von Polen, hatte die Schänke mit einer Schankkonzession für alle Biere „begnadet“.

Am 30. Juni 1873 wurde das Gebäude bei einem Grossbrand fast vollständig vernichtet. Der Neubau entstand an der Landstraße nach Bautzen. Der Weiße Adler war beliebter Treffpunkt und Ausflugsziel. Es gab einen grossen Ballsaal, Gaststuben, Billardzimmer, Fremdenzimmer, eine Asphaltkegelbahn, sowie Stallungen für Pferde und einen Garten.

Verheerend wirkte sich die Inflation von 1921-1923 aus. Der Besitz war nicht mehr zu halten. 1932 wurde der Weiße Adler schliesslich versteigert und vom neuen Besitzer den Zeiten entsprechend weitergeführt.

Nach Kriegsende wurden in den oberen Räumen Wohnungen und in den unteren Produktionsstätten, später Verkaufsräume errichtet. Im Garten entstanden Garagen. 1993 wurde der Weiße Adler an eine Münchner Firma verkauft, doch da sich lange kein Nutzer findet, verfiel das Haus teilweise. 1997 übernahm die Bernhard Vosswinkel Gruppe das weitere Geschick des Weißen Adlers. Das Hauptgebäude, stark beschädigt, steht heute unter Denkmalschutz. Es wurde ab 2011 restauriert und mit Wohnungen ausgebaut.