Ein Kurbetrieb war nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr möglich. Viele Villenbesitzer waren geflohen oder wurden enteignet , die Immobilien in Volkseigentum überführt - damit wurde Wohnraum für Ausgebombte und Umsiedler gewonnen.

Die Sanatorien dienten als Kinderheim oder Lehrlingswohnheim, das Lahmann-Sanatorium als Lazarett der russischen Besatzer. Die anfänglich noch intakten Bauten verfielen, da für ihre Instandhaltung weder Geld noch Material vorhanden war.

Die Bautzner Landstraße entwickelte sich mit den Jahren zu einer stark frequentierten Fernverkehrsstraße. Was dem Hirsch blieb, war seine Lage am Rande der Dresdner Heide und doch Stadtnähe sowie der verblichene Glanz alter Zeiten.

Seine Anziehungskraft hatte er dennoch nicht verloren. Viele Künstler und Kulturschaffende, Wissenschaftler und auch Politiker nahmen hier ihren Wohn- oder Alterssitz.

Das 1954 gegründete Ardenne - Forschungsinstitut, fügte dem Charakter des Stadtteils eine völlig neue Facette hinzu, die eine Fortsetzung des alten Gedankens der Arbeit zur Gesundheit des Menschen darstellte, der vor vielen Jahren schon Heinrich Lahmann bewog, auf dem Weißen Hirsch ein Sanatorium mit integrierter medizinischer Forschung zu eröffnen.

Konzertplatz mit Soldaten der Roten Armee
Instituts- und Wohngebäude Manfred von Ardenne