Die Zeit zwischen 1933 und 1939 war geprägt von Nazipropaganda und dem Erlass der Nürnberger Rassengesetze.
Diese brachten wie überall starke Einschränkungen für die jüdische Bevölkerung, so auch für die Kurgäste. Diese durften nur in jüdischen Pensionen wohnen, waren von Veranstaltungen sowie der Nutzung von Luftbad und Lesehalle ausgeschlossen. Der Besuch ausländischer Gäste in den Sanatorien liess stark nach.

Das Lahmann Sanatorium florierte dennoch. Es war immer noch ein Anziehungspunkt für Prominenz aus Wirtschaft, Politik und Militär. Auch Nazigrößen waren gern gesehene Gäste.

Mit Beginn des Krieges wurde der Kurbetrieb jedoch wieder stark eingeschränkt. Die Kurgäste mussten in Fremdenheimen wohnen. In den Lahmann-Villen waren Offiziere untergebracht. Das Gelände des Sanatoriums und viele Behandlungsräume waren mit einem Reservelazarett belegt, dessen Aussenstellen sich im Weissen Adler und in „Dr.Teuschers Sanatorium“ befanden.

Das Bombardement vom 13.Februar 1945 hatte den Weissen Hirsch verschont. Die Sanatorien dienten nun als Auffanglager für Ausgebombte und Flüchtlinge.

Goering und Goebbels zu Besuch
Blombergblick (Reichwehrminister Blomberg)