1919 nahm Dresden mit den drei wohlhabenden Gemeinden Blasewitz, Loschwitz und Weisser Hirsch die Verhandlungen zur Eingemeindung auf. Der Weisse Hirsch leistete erbitterten Widerstand - er fühlte sich in seiner Eigenart als Kurort bedroht. Am 7. Januar 1921 wurde die Zwangseingemeindung beschlossen. Der neue Stadtteil von Dresden hiess nun Kurort Weisser Hirsch - Dresden.

Der Kurbetrieb war während des Krieges fast vollständig zum erliegen gekommen. Nachkriegszeit und Inflation erschwerten die Wiederaufnahme alter Traditionen. Auch der zunehmende Verkehr auf der einst so wichtigen Verbindungsstrasse nach Bautzen wurde zunehmend zum Problem.
Neue Anreize mussten geschaffen werden.

Man suchte nach Heilwasser - erste Probebohrungen und Untersuchungen fielen positiv aus, doch die 1926 gegründete Moorbad AG ging bankrott, da nicht genügend Aktionäre gefunden wurden, um die Pläne letztendlich auch zu verwirklichen.  Es blieb das Wasser der „Weisse Hirsch - Heilquelle“, das ab August 1928 auf dem Konzertplatz in einem Trinkhäuschen gereicht wurde.
 
1930 war das Luft- und Schwimmbad in Bühlau fertig, 1932 wurde der Golfplatz in der Dresdner Heide erstmals bespielt.

Die Anstrengungen waren von Erfolg gekrönt: Der Kurbetrieb erlebte einen neuen Aufschwung. Jetzt waren es überwiegend Künstler, die es auf den Weißen Hirsch zog und die ihn in aller Munde sein liessen. Es etablierte sich eine Art „Bohéme“-Leben, typisch für die 20er Jahre.

Trauermarsch zur Zwangseingemeindung 1921